Sozialistische Gruppe (SG)

Hochschulgruppe Erlangen/Nürnberg


SHZ #96 (Januar '17)
als PDF laden

Der für den 16.2. angekündigte Vortrag zu Trump ist auf 30.3. verschoben!
Wir verweisen auf die Diskussionsveranstaltung zum selben Thema:

Diskussionsveranstaltung

Trumps Wahlerfolg:
Was ein Milliardär dem „hard working American“ zu bieten hat

Die Wahl des amerikanischen Volkes, d.h. sein neuer Präsident ist eine Katastrophe; da ist sich die Welt mit Ausnahme von Russland, England und den rechten und rechtsradikalen Parteien Europas einig. Im mächtigsten Office des Globus sitzt nicht nur eine Reality-TV-Figur, ein politisch unerfahrener Immobilien-Milliardär, der nicht auf die Fachleute und seine Geheimdienste hört, sondern ein notorischer Lügner, Hetzer, Rassist, Sexist und Egomane – eine komplette Fehlbesetzung des amerikanischen Präsidentenamtes. In ihm erkennt jeder – jedenfalls jeder, der in den Kategorien und Interessenlagen des heutigen Deutschland denkt – den Gewaltmenschen, Machthaber und Imperialisten, vor dem die Linken immer warnen und den man in eigenen und verbündeten Staatenlenkern sonst nicht zu entdecken pflegt. Überflüssig also, darüber zu reden, was Trump für ein Ekelpaket ist – das geschieht ja am laufenden Band.

Was das Urteil von der Fehlbesetzung im Oval Office betrifft, zeugt es ertsens von einer großen Hochachtung vor diesem Kommandoposten über das mächtigste Land und die gewaltigste Militärmaschinerie des Globus und zweitens von einer sehr deutsch-europäischen Stellenbeschreibung für dieses Amt, die Trump ganz offensichtlich gezielt unhöflich und brutal zurückweist. Eine objektivere Beurteilung als die aus dem Blickwinkel beleidigter und angegriffener Verbündeter ist also fällig. Denn schließlich haben seine Wähler ihn ja dafür gewählt, dass er dafür sorgt, dass „America great again“ wird. Was Trump da seinen Wählern versprochen hat, was also mit dieser Parole gemeint ist, das bleibt bei all der öffentlichen Aufregung eine Leerstelle und damit unkritisiert. Zeit, das nachzuholen.

Dienstag, 21. Februar, 19:30 Uhr,
Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6

Buchempfehlung

Sabine Predehl
Rolf Röhrig

Gesundheit
ein Gut und sein Preis

100 Seiten
EUR 10
ISBN 978-3-929211-17-7
Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag. Dort auch als Ebook.


Die vorliegende Schrift

– erklärt, warum man so viel für seine Gesundheit tun muss, nämlich wodurch sie dauernd gefährdet und geschädigt wird.

– bestimmt den Fehler, den sich die medizinische Wissenschaft in der theoretischen Behandlung der gar nicht unbekannten gesellschaftlichen Krankheitsursachen leistet; sie benennt die affirmative Stellung zum System der Konkurrenz, die diesem Fehler zugrunde liegt, und zeigt die Konsequenz, mit der dieser Fehler in eine moralische Begutachtung der populärsten Krankheiten und ihrer Ursachen einmündet. Sie befasst sich außerdem speziell mit der Logik der wissenschaftlichen Pathologie des Seelenlebens sowie mit dem paradoxen Erklärungsmuster der Alternativ- oder „Komplementärmedizin“.

– befasst sich mit der medizinischen Praxis und dem vertrackten Verhältnis zwischen privatem Bedürfnis nach medizinischer Hilfe und allgemeinem Interesse an funktionstüchtigen Bürgern, also mit dem herrschenden Zweck, dem das von Staats wegen institutionalisierte Gesundheitswesen dient.

– würdigt das Geschäft mit der Gesundheit und das ebenso absurde wie erfolgreiche Bemühen des modernen Gemeinwesens, die Gesundheitsversorgung eines ganzen Volkes als Geschäftsfeld zu organisieren, dessen Finanzierung die Versorgten überfordert, also Nachhilfe durch staatliche Gewalt benötigt.

Buchempfehlung

Peter Decker
Konrad Hecker
Joseph Patrick
 
Das Finanzkapital

180 Seiten
EUR 20
ISBN 978-3-929211-16-0
Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag. Dort auch als Ebook.


Die vorliegende Schrift bietet

– keine Beschwerde über Zockerei und kriminelle Umtriebe der Finanzmafia;

– keinen Einblick in den Alltag ehrlicher Geldhändler;

– weder Untergangsprognosen noch Zukunftsperspektiven für eine Krisenbranche;

– keine kurzgefasste Banklehre oder einen TÜV für die Ratschläge vom Bankberater;

– keine Rezepte für eine bessere staatliche Geld- und Finanzpolitik.

Sie erklärt stattdessen

– das Verhältnis der Abhängigkeit und der Notwendigkeit, des Dienstes und des Regimes, in dem das Finanzgewerbe zur kapitalistischen Warenproduktion steht;

– die vom Staat verliehene und unterstützte Macht der Banken, Kreditzeichen als Geld zirkulieren zu lassen und mit Schulden Geschäfte zu machen;

– die Freiheit der ‚Finanzindustrie‘, mit dem Geldvermögen der Gesellschaft, das ihr gar nicht gehört, auf den Geschäftserfolg der Unternehmenswelt zu spekulieren, die ihr auch nicht gehört, und daran nicht nur zu verdienen, sondern alle Welt vom Erfolg ihrer Spekulationsgeschäfte abhängig zu machen;

– den Nutzen des Kreditgewerbes für den Staat, der mit Geld und Schulden regiert, und den Nutzen des Staats für das Kreditgewerbe, das ohne Zentralbank und öffentliche Schuldenverwaltung aufgeschmissen wäre; also die Symbiose von privater Finanzmacht und staatlicher Gewalt;

– die weltweit wirksame Macht über Investitionen und nationale Kapitalstandorte, die die Kreditbranche durch die staatlich betreute Internationalisierung des kapitalistischen Geschäftslebens gewinnt;

– den Dienst, den die Finanzmärkte für das Geld der Weltwirtschaftsmächte leisten, und die Geschäftsfreiheiten und -mittel, die sie dafür von den politischen Machthabern über die herrschende Weltordnung verlangen und bekommen; also die ökonomische Räson des modernen Imperialismus.

Kurzum: Das Buch widmet sich der Kritik der politischen Ökonomie des ‚globalisierten‘ Kapitalismus.

Buchempfehlung

J. Köper, U. Taraben
Der Fall Griechenland
Fünf Jahre Krise und Krisenkonkurrenz

Europa rettet sein Geld –
die deutsche Führungsmacht ihr
imperialistisches Europa-Projekt

130 Seiten
EUR 10
ISBN 978-3-929211-15-3
Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag. Dort auch als Ebook.


Alle Welt weiß: Griechenland ist ein Problem. Aber was für eins? Ein humanitäres? Ein finanzwirtschaftliches? Ein ordnungspolitisches? Eines für den Euro? Für Brüssel? Für Deutschland? Für die Griechen? Was für eins auch immer: Alle Welt kennt, vermisst, wünscht, fordert – eine Lösung.

Der Suche nach Lösungsvorschlägen verweigert sich die hier vorgelegte Aufsatzsammlung. Sie erklärt den innereuropäischen Imperialismus, der nicht nur den Griechen Probleme macht. Und warum der alles andere als Lösungsvorschläge für seine Probleme verdient.

GegenStandpunkt Vorträge im Video

Buchempfehlung

Peter Decker (Hrsg.)
Demokratie
Die perfekte Form
bürgerlicher Herrschaft

241 Seiten
EUR 14,80
ISBN 978-3-929211-13-9
Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.


Freie Wahlen werden amtlich als Kernstück der Demokratie geschätzt. In der Demokratie, heißt es, wird nicht einfach regiert – das Volk erteilt per Abstimmung den Auftrag zur Wahrnehmung der Staatsgeschäfte.

Weniger amtlich betrachten Politiker wie Wähler diese Veranstaltung ohne solche Ehrerbietung. Demokratische Politiker nehmen Wahlen nüchtern als Bedingung und Gelegenheit, auf Kosten der Konkurrenten an die Macht zu gelangen. Und mündige Bürger haben Wahlen längst als Schwindel durchschaut. Wählen gehen sie selbstbewusst ohne Illusionen, damit etwas zu ‚bewirken‘ oder zu ‚verändern‘.

Sowohl die hohe Meinung über die hehren Grundsätze demokratischer Machtausübung wie auch das abschätzige Urteil über die praktische Betätigung des Volkswillens übergehen allerdings, was das Institut der freien Wahlen tatsächlich leistet: Mit den Wahlkreuzen legitimiert sich immerhin eine Herrschaft, die sich auf ihre Unabhängigkeit von ihrer Basis – vom ‚Druck der Straße‘ – viel zugute hält und von ihrer Freiheit regen Gebrauch macht. Und auch wenn es aufgeklärten Zeitgenossen ‚letztlich doch egal‘ ist, von wem sie regiert werden; egal sollte es ihnen nicht sein, dass sie von ihrer demokratisch gewählten Herrschaft alle Lebensbedingungen serviert bekommen, mit denen sie praktisch zurechtkommen müssen.

Vortragsreihe Wissenschaftskritik SS 2014

Vortragsreihe Wissenschaftskritik — Hier klicken!

Vortragsreihe Wissenschaftskritik WS 2013/14

Vortragsreihe Wissenschaftskritik — Hier klicken!

Vortragsreihe Wissenschaftskritik SS 2013

Vortragsreihe Wissenschaftskritik — Hier klicken!

Newsletter und Kontakt

Wer die Sozialistische HochschulZeitung und Ankündigungen unserer Veranstaltungen regelmäßig per Email erhalten will, klickt hier.

Sozialistische Gruppe (SG)
c/o Studierendenvertretung
Turnstr. 7, Erlangen
sg@sozialistischegruppe.de

Links

Zeitschrift GegenStandpunkt

argudiss – Vortragsmitschnitte des GegenStandpunkt

Contradictio – Termine bundesweit

Argumente zur Schule – Kritische Gedanken zur Schule und ihrem Lernstoff

Karl Marx: Das Kapital (HTML) (PDF)

Hier geht es zur alten Website der SG (mit SHZ-Archiv).

SG auf Facebook

SG auf YouTube

 

Diese Seite in Facebook teilen

Verantwortlich: W. Schweikert, c/o Turnstr. 7, Erlangen